- Presse
Showtime für Games
EA Magazin 02/2006
Und was sagt uns das?
Die Mischung macht’s! Man nehme traditionelle Elemente einer Studiospielshow und mixe sie mit innovativen grafischen Elementen aktueller Computerspiele, und schon müsste es klappen!
Computerspiele werden zunehmend als Vermarktungsplattform für Popmusik genutzt. Was halten Sie von der Idee, die im Fernsehen stark repräsentierte Volksmusik mit Games zusammenzubringen – quasi eine Art „Konsolenstadl“?
Das finde ich eine absolut witzige Idee. Ziemlich schräg, die Vorstellung. Wird aber gewiss unrealistisch bleiben ...
„Wer wird Millionär?“ und auch andere TV-Formate sind als Playstation-Spiel erhältlich. Wie lukrativ ist die Vermarktung von TV-Formaten als Computerspiel?
Nicht jede Unterhaltungsshow wird sich als Computerspiel eignen. „Wetten, dass ...?“ zum Beispiel gibt es nicht auf dem Markt. Dort, wo es gelingt, Synergien zwischen Fernsehshow und PC-Game zu schaffen, ist das eine sich wirtschaftlich absolut lohnende Angelegenheit.
Spielen Sie eigentlich selbst Computerspiele?
Ich war schon immer ein Fan von Sportspielen jeder Art. Besonders der „Aktions-Teppich“, auf dem die Mitspieler mit Händen und Füßen die Figuren bewegten, war oft der Hit meiner Spiele-Abende daheim, zu denen ich auch heute noch immer meine besten Freunde einlade. Zurzeit versuche ich mich in die Spiele „FIFA 06“ und den „Fußball Manager“ von EA einzugrooven.
... einzugrooven?
Ganz richtig. Um ein Computerspiel zu beherrschen, muss man üben, muss man das System, das hinter dem Spiel steckt, verstehen. Das nenne ich eingrooven. Wenn man die Phase hinter sich hat, beginnt der Spaß.
Und wann läuft Ihre erste TV-Computer-Gameshow im Fernsehen?
Wenn ich das wüsste! Mein Ziel ist es, schon im nächsten Jahr einen entsprechenden Treffer im Fernsehen zu landen. Mal sehen, ob es klappt.
Facts zum Interviewparter
Holm Dressler (Jahrgang 1949) kennt das Showgeschäft von der Pike auf. Er fing als Redakteur beim SWR an und ist heute einer der erfolgreichsten deutschen Fernsehproduzenten. Dressler entwickelte 1977 unter anderem die „Telespiele“ mit dem damaligen Newcomer Thomas Gottschalk und war verantwortlich für Shows wie „Auf Los geht’s los“. Der Allrounder (Autor, Producer, Regisseur, Unterhaltungschef) entwickelte, verfeinerte und produzierte Formate wie „Wetten, dass ...?“ und „Na sowas!“. Gemeinsam mit Thomas Gottschalk führte er die Late-Night-Show im deutschen Fernsehen ein. Heute ist er Geschäftsführer der „HDTV Entertainment Holm Dressler Television GmbH“.
Interview: Henning Werle, Jürgen Jehle